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Zustände

    Ein Haus in dem die Steuerung über ein Tablet oder Smartphone erfolgt, ist noch nicht automatisch „Smart“. Wenn die Reaktion auf bestimmte Ereignisse, zum Beispiel das Einschalten des Fernsehers auf die Bedingungen der Umgebung abgestimmt sind, dann wird die Haussteuerung schon „smarter“. Eine abgestimmte Reaktion meint in diesem Fall, dass eine Jalousie nur bei Sonneneinstrahlung herunterfährt oder nur bei Dunkelheit das Licht gedimmt eingeschaltet wird.

    Insbesondere bei komplexen Haussteuerungen erweist sich die Zeit die für eine Fehlersuche benötigt wird, als zunehmendes Problem. Um diesen Aufwand zu reduzieren ist eine sinnvolle Struktur der Logiken notwendig. Eine Möglichkeit hierfür ist die Trennung von Ereignissen und Zuständen. Einige Zustände sind direkt von einem Sensor abhängig (z. B. Regen), andere von mehreren. Die Tabelle führt einige Zustände zusammen mit den benötigten Werten bzw. Sensoren auf. Zu beachten ist, dass nicht immer alle in der Tabelle angegeben Sensoren oder Werte für die Ermittlung der Zustände benötigt werden. Es hängt von dem persönlichen Bedarf ab wie differenziert die Zustände am Ende bestimmt werden sollen.

    Die Zustände werden hierbei durch die Umgebungsbedingungen, Zeiten oder durch das Leben der Bewohner bestimmt. Dies grenzt die Zustände von Ereignissen ab. Zum Beispiel ist Nacht der Zustand mit dem Ereignis die Beleuchtung einzuschalten wenn eine Anwesenheit erkannt wurde.

    ZustandSubzustand
    Temperatur
    Helligkeit
    Windrichtung
    Windgeschwindigkeit
    Regen
    Regenmenge
    Bodenfeuchte
    Präsenz
    Bewegung
    Fenster-/Türkontakte
    Uhrzeit
    Datum
    Smartphone
    Sonstiges
    WeihnachtenWeihnachtenX
    JahreszeitSommer,
    Winter
    XX
    JahreszeitFrühling,
    Herbst
    X
    TagesphaseMorgen,
    Tag,
    Abend,
    Nacht
    X
    RegenRegenX
    RegenHimmelsrichtungXX
    BeschattungHimmelsrichtungXXX
    BlendschutzHimmelsrichtungXXX
    AnwesendHaus, RaumXXX
    SchlafenSchlafenXX
    Haus verlassenHaus verlassenXXX
    FrostFrostX
    LüftenHaus, Raum, Fenster/TürX
    Terrasse/Balkon genutztXX
    TrockenheitBereichXXXXXX
    DunkelDunkelX
    Störungz. B. Heizung,
    Staubsauger-/
    Mähroboter
    AlarmXXX
    Urlaubz. B. Kalender

    Die aufgeführten Zustände in der Tabelle dienen als Anregung und sind nicht vollständig.
    In der IT gilt der Grundsatz, dass Redundanzen, also die Doppelungen von Werten, zu vermeiden sind. Dies gilt nicht zwangsläufig auch für eine Haussteuerung. Dort ist es unter Umständen sogar sinnvoll wenn Zustände die direkt auf einem anderen basieren. Zum Beispiel ist hell das Gegenteil von dunkel, aber wenn eine Logik dadurch übersichtlicher und leichter verständlich wird, kann und sollte der Zustand „hell“ parallel zu „dunkel“ verwendet werden.

    Zu beachten ist, dass die Logiken so programmiert werden müssen, dass widersprechende Zustände ausgeschlossen sind, um ein Fehlverhalten der Steuerung zu vermeiden. Darüber hinaus ist es sinnvoll, dass die Zustände nur von einer Logik oder Smarthome-Komponente erzeugt werden. Zum Beispiel ist es nicht empfehlenswert eine Wetterstation die Notwendigkeit der Beschattung festlegen zu lassen und gleichzeitig wird diese durch eine Logik berechnet. In so einem Fall muss sich für einen Art der Zustandsbestimmung entschieden oder die beiden Zustände mit einer Priorisierung zusammengeführt werden.

    Falls eine Visualisierung eingesetzt wird, ist es ggf. sinnvoll in einem Service-Bereich alle Zustände anzuzeigen. Dies eröffnet darüberhinaus die Möglichkeit eine manuelle Änderung zu integrieren. Insbesondere während der Entwicklung und nach Veränderungen der Steuerungslogik können die Ursachen für unerwünschte Aktionen leichter nachvollzogen werden.

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