Die grundlegenden Funktionen zur Steuerung von Rollläden und Jalousien sind häufig schon in den Jalousie/Rollladen-Aktoren integriert oder werden vom Steuerungssystem direkt zur Verfügung gestellt.
Aber der Reihe nach, wenn eine Terrassentür offen ist, dann sollte keine andere Funktion den Rollladen herunterfahren. Dies wird durch die Verwendung von Sperren erreicht.
Die Sperre ist häufig eine Funktion des Aktors und kann so konfiguriert werden, dass der Rollladen automatisch hochfährt solange die Sperre aktiviert ist. Daher kann in diesem Fall einfach eine Verbindung zwischen „Fenster geöffnet“ und „Sperre ein“ hergestellt werden.
Deaktiviert durch das Schließen der Tür
Bietet der Rollladen-Aktor nicht die Möglichkeit eine Sperre mit festgelegter Position einzurichten, dann wird zunächst der Rollladen hochgefahren (obere Logik) und wenn die Position erreicht ist wird die Sperre aktiviert. In der mittleren Logik fungieren beide Eingänge als Trigger, damit die Sperre auch aktiviert wird, wenn der Rollladen bereits oben war.
Wenn die Sperre aktiviert wird, dann muss diese auch wieder ausgeschaltet werden. Dies kann wie in der unteren Logik abgebildet realisiert werden. Ist die Tür nicht mehr geöffnet (der Zustand „Tür geöffnet“ wird negiert (invertiert)), dann wird die Sperre deaktiviert.
Eine weitere Variante zum Ausschalten der Sperre, ist es die beiden anderen Zustände „Tür geschlossen“ und „Tür gekippt“ als Trigger zu verwenden.
Hinweis
Ich gehe in dieser und den anderen Logiken zur Steuerung der Rollläden und Jalousien davon aus, dass 0% bedeutet der Behang ist oben und 100% unten. Je nach Steuerungssystem kann es auch umgekehrt definiert sein, z. B. ist dies bei Home Assistant der Fall.
Bei Verwendung von vielen Logikfunktionen für die Rollladensteuerung, kann es passieren, dass sich einige Logiken widersprechen und dann nicht gewünscht funktionieren. Grundsätzlich sollten daher nur die Logiken genutzt werden die auch zwingend benötigt werden. Für eine Fehlereingrenzung ist es auch hilfreich nacheinander die spezielleren Funktionen in die Steuerung zu integrieren und jeweils ein oder mehrere Tage zu warten, um zu sehen ob bis dahin alles wie gewünscht funktioniert. Wenn es aber viele Logiken sind und die Gefahr besteht sich zu widersprechen, dann bieten sich zwei Varianten an:
- Arbeiten mit Sperren, z. B. kann nach einer manuellen Bedienung des Rollladens automatisch eine Sperre für 2, 3 oder 4 Stunden aktiviert werden und so die Automatik-Funktionen aushebeln. Gleiches gilt für Logiken die eine hohe Priorität haben sollen, diese werden ausgeführt und gleichzeitig die Rollläden gesperrt (wie in der Logik vorher gezeigt).
- mit Prioritäten arbeiten. Dafür gibt es in fast allen Steuerungssystemen Logik-Bausteine/Module die mehrere Eingänge auf einen Ausgang ausgeben und bei mehreren aktiven Eingängen priorisieren.
Mit grafischen Lösungen wird die Logik dadurch allerdings schnell komplex und lässt sich besser mit textuellen Programmiersprachen wie Python, JavaScript oder PHP realisieren.
Darüber hinaus gibt es bei den Steuerungssystemen auch schon fertige Jalousie-/Rollladenmodule die genau diese Funktionen ähnlich umsetzen.