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Rollladen: Regenschutz

    Ich vermute jeder kennt diese Situation, es regnet und ein offenes Fenster wurde vergessen, alles ist nass.

    In einem Smarthome sollte dies nicht passieren, aber wie kann es verhindert werden?

    Die einfachste Lösung wäre ein automatischer „Fensteröffner“ oder ein Fenster erst gar nicht zu öffnen, in dem eine Lüftungsanlage diese Funktion übernimmt. Ist beides nicht vorhanden oder gewollt, dann können weitere Maßnahmen nur unterstützen und nicht aktiv eingreifen, oder doch?

    Doch zu erst ein Wort zur Sensorik, viele Wetterstationen haben einen Regensensor integriert und geben eine Meldung aus Regen ja/nein. Häufig sind die Sensoren relativ empfindlich und melden schon bei wenigen Regentropfen „Regen“. Das ist sinnvoll z. B. bei geöffneten Dachfenstern.
    Ist zusätzlich noch ein Mengenmesser vorhanden, können diese beiden Sensoren sinnvoll kombiniert und nur bei stärkerem Regen eine Aktion ausgeführt werden.

    Was kann nun für den Regenschutz getan werden? Zum einen ist eine Benachrichtigung des Benutzers ein gangbarer Weg. Benachrichtigungen können z. B. über das Handy (z. B. über Messenger), Fernseher, das Multiroomsystem oder Sprachsteuerungen wie Alexa oder Google Assistant erfolgen. Dann kann eine Person selbst die Fenster wieder schließen. Dafür muss aber jemand diese Meldung mitbekommen, daher wäre eine weitere Variante die Nutzung der Rollläden oder Jalousien als Regenschutz, dies meint wenn es regnet werden die Jalousien bei einem geöffnetem Fenster heruntergefahren.

    Um letzteres zu realisieren ist nur eine kleine Logik erforderlich, als Trigger fungiert die Meldung über Regen von der Wetterstation. Das geöffnet Fenster ist kein Trigger, wenn sich der Status der Fensterstellung während des Regens ändert, wurde es bewusst so gewollt.
    Wird der Rollladen nicht ganz heruntergefahren, z. B. nur auf eine Höhe von 90% wie im Beispiel, dann ist eine zusätzliche Bedingung sinnvoll, dass die Position geringer als 90% ist. Dies vermeidet, dass ein Rollladen z. B. Nachts wieder hochfährt.

    Wenn der Regen wieder aufgehört hat, muss die Logik erkennen, ob während des Regens die Position verändert wurde, sprich die Fensterstellung noch geöffnet ist und die Position genau der Position des Regenschutzes entspricht. Um dann die ursprüngliche Position anzufahren oder ganz hochzufahren. Für ersteres muss vor dem Ausführen der Logik zum Regenschutz die Position gespeichert werden, was die Logik aufwändiger und fehleranfälliger macht. Ob dies sinnvoll ist kommt auf die jeweilige Situation an, meistens lohnt der zusätzliche Logikaufwand aber nicht.

    Eine weitere Bedingung um den Regenschutz zu beenden, könnte die Änderung des Fensters sein. Dies bedeutet, wurde das Fenster während eines Regens wieder geschlossen oder gekippt, dann fährt der Rollladen wieder hoch.

    Eine differenziertere Betrachtung von „Regen“ unter Berücksichtigung der Windrichtung ist in dem Beitrag „Fassade: Sonne und Regen“ erläutert.