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Präsenz

    Eine der wichtigsten Sensoren in einem Smarthome sind die zur Erkennung ob eine Person im Haus oder Raum ist. Diese Funktion wird häufig mit Bewegungs- und Präsenzmeldern realisiert. Der Unterschied zwischen beiden Typen ist die höhere Empfindlichkeit auch für kleinste Bewegungen beim Präsenzmelder.

    Im Privatbereich kommen grundsätzlich zwei unterschiedliche Funktionsprinzipien für die Präsenzerkennung zu Einsatz:

    Passiv Infrarot Bewegungsmelder an einer Wand
    • Passiv Infrarot Melder (PIR)
      Passiv Infrarot Melder sind die am häufigsten anzutreffenden Bewegungs-/Präsenzmelder. Um eine Person durch die ausgestrahlte Wärmestrahlung zu erkennen, wird die Umgebung durch eine Optik (Fresnel-Linse) in ein feines Raster aufgeteilt. Die Veränderungen im Raster werden mittels eines PIR-Sensor zur Erkennung einer Bewegung genutzt.
    • Hochfrequenz Melder (HF)
      Hochfrequenzmelder arbeiten mit Frequenzen im Bereich von 7,2 GHz und Nutzen den Doppler-Effekt zur Erkennung einer anwesenden Person. Der Vorteil von HF-Melder ist die sehr genauen Detektierung von Personen, so dass eine bei PIR-Meldern benötigte Nachlaufzeit kürzer ausfallen kann. Der Nachteil von HF-Meldern ist das auch Bewegungen durch Fenster oder Türen hindurch erkannt werden können, was häufig nicht gewünscht ist. Der Nachteil kann auch ein Vorteil sein, so können HF-Melder auch unsichtbar in abgehängten Decken montiert werden.
      Die HF-Melder werden in der Mitte eines Raumes positioniert, im Gegensatz zu PIR-Meldern die auch asymmetrisch montiert werden können.

    Weitere Funktionsprinzipien sind Bewegungsmelder auf Ultraschall-Basis und optische Melder die mit einer Kamera arbeiten und so auch erkennen können wie viele Personen in einem Raum vorhanden sind. Diese Melder-Typen kommen in privaten Häusern eher selten zum Einsatz, sondern in Bürogebäuden und Veranstaltungs- oder Konferenzräumen.

    Der optimale Montageort von Präsenzmeldern ist die Decke, Bewegungsmelder werden hingegen in einer Wand quer zur Hauptbewegungsrichtung montiert. Insbesondere PIR-Präsenzmelder haben nur einen begrenzten Bereich in der sitzende Personen zuverlässig erkannt werden können, daher sollte über oder in der Nähe dieser Bereiche die Melder positioniert werden, z. B. im Bereich des Esstisches oder der Couch.
    HF-Melder hingegen werden in der Mitte eines Raumes positioniert, um den Einfluss durch Fenster und Türen zu minimieren.

    Was mit den genannten Meldern nicht möglich ist, ist die Erkennung von einzelnen Personen in einem Raum. Hierfür werden Ergänzende Verfahren ein gesetzt, die häufig auf Basis von Bluetooth Low Energie (BLE) arbeiten. Apple hat für die Lokalisierung in geschlossenen Räumen den iBeacon-Standard herausgebracht, der auch von Android Geräten verwendet wird. Auch das Einloggen von Smartphones im heimischen WLAN kann zur Personenerkennung genutzt werden. Weiterhin zeichnet sich ab, dass zukünftige die Möglichkeiten der Spracherkennung vermehrt zur Identifikation von Personen in geschlossenen Räumen genutzt werden.

    In Summe ist es zur Zeit so, dass eine Kombination von mehreren verschiedenen Techniken zur Personenerkennung genutzt werden. Die Basis bilden Präsenzmelder an der Decke.