Zum Inhalt springen

Türen und Fenster

    Um die Tür- und Fensterposition (geschlossen, drehgeöffnet und gekippt) zu ermitteln gibt es zwei Varianten:

    Position der Magnetkontakte für eine Unterscheidung zwischen drehgeöffnet und gekippt
    • Magnetkontakte
      Magnetkontakte bestehen aus zwei Teilen, dem Reedkontakt im oder auf dem Fenster- bzw. Türrahmen und einem gegenüberliegenden Stabmagneten der in den Flügel eingelassen bzw. wie der Reedkontakt in einem Gehäuse aufgebaut wird. In der Abbildung zeigen die zwei roten Punkte den Montageort von zwei Kontakten für eine Unterscheidung zwischen drehgeöffnet und gekippt. Wird nur die Unterscheidung zwischen geöffnet und geschlossen benötigt, ist ein Magnet mit Reedkontakt ausreichend.
      Ein Nachteil beim Einsatz von Magnetkontakten ist, dass diese nicht unterscheiden können ob ein Fenster geöffnet und angelehnt oder wirklich verschlossen ist.
      Soll dies mit Magnetkontakten unterschieden werden, dann werden die Magneten nicht in den Fensterflügel eingelassen, sondern Beschläge mit Magneten eingesetzt und damit eine Überwachung der Griffstellung realisiert. Als Sensoren sind prinzipiell alle Magnetkontakte geeignet z. B. der Roto MVS oder gleich ein Sensor mit zwei Kontakten wie der Winkhaus VS.BK.06.
      Beim Kauf von Fenstern mit Magnetkontakten wird manchmal eine Vernetzung mit LSN angeboten. Hierbei handelt es sich um ein Bussystem und ist für Alarmzentralen vorgesehen. Für Smarthome Anwendungen ist LSN nicht geeignet.
      Die Installation der Kontakte sollte sternförmig mit 4 Doppeladern (zwei DA sind mindestens erforderlich) zu Binäreingängen im Schaltschrank erfolgen. Alternativ kann auch ein Binäreingang in einer Unterputzdose neben dem Fenster genutzt werden. Wird hierfür eine Elektronikdose verwendet, ist unter Beachtung der sicheren Trennung zum 230V Netz, die Montage eine Steckdose für eine spätere Fensterdekoration möglich. Preislich liegen die Magnetkontakte bei einem Selbsteinbau im Bereich von ca. 10-15 € pro Kontakt, wobei noch zusätzlich die entsprechende Anzahl von Binäreingängen benötigt wird. In Summe ist eine Lösung mit Magnetkontakten ungefähr in einer ähnlichen Preisregion wie die im Folgenden vorgestellten Fenstergriffe.
    Der Fenstergriff Hoppe Secusignal nutzt die batterielose EnOcean-Technologie
    (Quelle: Hoppe.com)
    • Fenstergriffe
      „Smarte“ Fenstergriffe sind für viele drahtlose Basissysteme erhältlich und gut geeignet für eine Nachrüstung. Die Abbildung zeigt z. B. einen batterielosen Fenstergriff der Firma Hoppe.
      Verfügbar sind die smarten Fenstergriffe mit zwei (geöffnet, geschlossen) oder drei Stellungen (gekippt, drehgeöffnet, geschlossen). Bei der Planung des Systems muss auf die Entfernung zur Steuerungszentrale bzw. dem Empfänger geachtet werden, um eine zuverlässige Positionserkennung zu ermöglichen.
    • Glasbruchmelder
      Glasbruchmelder werden für eine Haussteuerung nur indirekt genutzt, sondern kommen primär in einem Alarmsystem zum Einsatz. Die Melder werden häufig auf die Glasscheibe geklebt und erkennen so dass zerbrechen der Glasscheibe. Die Alarmzentrale gibt anschließend ein Signal an die Haussteuerung weiter, die darauf mit entsprechenden Aktionen reagieren kann, wie z. B. das Schließen aller Rollläden.

    Die Nutzung der unterschiedlichen Fensterpositionen ist vielfältig, neben dem Verhindern von geschlossenen Rollläden oder Jalousien bei geöffneten Terrassentüren, können Rollläden z. B. Nachts auf eine Position von 80% gefahren werden, wenn das Fenster gekippt ist, um eine Lüftung sicherzustellen.

    Bei einem Neubauvorhaben ist die Montage von Magnetreedkontakten zu bevorzugen, wobei die drahtlosen Fenstergriffe bei einer Nachrüstung eine gleichwertige Alternative darstellen.